SV Borsdorf 1990 – TTC Großpösna 1968 III 2:3

Zum Bezirkspokalfinale empfingen die Borsdorfer Damen den TTC Großpösna III. Vergangene Woche stand man sich im Punktspiel im Vierermannschaftssystem gegenüber; Pokal wird als Zweiermannschaft gespielt. Beide Mannschaften traten mit ihren derzeit erfolgreichsten Spielerinnen an.
Die erste Einzelrunde war erwartungsgemäß eine klare Sache. Stefanie Zibis machte mit Mignon Knötzsch kurzen Prozess, während Christin Groß keinen Satz gegen „Altmeisterin“ Gabriele Brömmer gewinnen konnte.
Vor dem Doppel stand es also 1:1 und der Ausgang der Partie war weiterhin offen.
Die beiden 26-jährigen Borsdorferinnen standen nun einem Doppel gegenüber, die schon seit mehr als 26 Jahre zusammen spielen. In der Vorwoche setzte sich die „Jugend“ durch, daher waren die Routiniers auf Revanche aus. Zunächst erwischten die Gastgeberinnen wieder den besseren Start und entschieden Satz eins nach 7:9 Rückstand für sich. Im zweiten Satz verpassten sie beim Stand von 10:7 die Chance, für eine Vorentscheidung zu sorgen. Stattdessen spielten die Gäste ihre ganze Routine aus und drehten das Spiel zum 3:1.
Wer dachte, dass durch diese vermeidbare Niederlage der Siegeswille der Borsdorfer gebrochen war, wurde eines Besseren belehrt. In den letzten beiden Einzeln zeigten sie nochmal ihr volles Können.
Die sich zurzeit in überragender Form befindende Steffi Zibis ließ sich auch von Ex-Oberligaspielerin Brömmer nicht aufhalten. Sie bezwang die langjährige Nummer eins der Gäste mit 3:1.
Das letzte Einzel musste also über Sieg oder Niederlage entscheiden.
Die Borsdorfer Nummer zwei Christin Groß bewies ihre ebenfalls gute spielerische Verfassung gegen Noppenspielerin Knötzsch. Nachdem sie den ersten Satz unerwartet klar für sich entschied, musste sie im folgenden Satz der taktischen Umstellung ihrer Gegnerin Tribut zollen. Den dritten Satz konnte sie dann wieder ausgeglichen gestalten, brachte ihn aber trotz eines Satzballes nicht nach Hause. Zu Beginn des 4. Satzes zeigte Groß ihr bestes Tischtennis, ein ums andere Mal brachte sie ihre Gegnerin mit ihren Top Spins in Verlegenheit, führte schnell mit 5:0 und gewann diesen Satz am Ende mit 11:9. Der nun folgende Entscheidungssatz sollte dieses Spiel zu einem echten Pokalkrimi machen. Er verlief von Beginn an sehr ausgeglichen. Erst beim Stand von 8:8 setzte sich die Großpösnaerin mit 10:8 ab. Nach einer Auszeit kam Groß auf 9:10 heran, bevor Knötzsch entgegen den Rat ihrer Bank einen ihrer ganz seltenen Vorhandschüsse erfolgreich verwandelte und ihre Mannschaft jubeln ließ.
Die Gastgeberinnen gingen zwar als Verlierer vom Tisch, ihre Leistung lässt allerdings darauf hoffen, dass der Wanderpokal in den nächsten 26 Jahren auch nach mal in Borsdorf Station macht.

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