TT: 1.Herren – Aufstieg!

Tischtennis – 2.Bezirksliga / Staffel 1

ESV Delitzsch – SV Borsdorf 1990 – 10:5

Im letzten Saisonspiel der 2.Bezirksliga reiste Borsdorfs 1.Herren als uneinholbarer Tabellenführer zum Zweitplatzierten nach Delitzsch. Die Nordsachsen waren über die gesamte Saison der ärgste Konkurrent im Aufstiegskampf und wurden im Hinspiel nur knapp mit 9:7 bezwungen. Diesmal mussten sich die Muldentaler mit 5:10 geschlagen geben. Aber auch die etwas unglückliche Niederlage konnte die Stimmung bei der anschließenden Aufstiegsfeier nicht trüben.

Nach 1:2 Doppeln lief auch in den Einzeln nicht viel zusammen. Lediglich Mario Wandel punktete doppelt, im Unterhaus mit 3:1 gegen Kunze und Henze. Dietmar Graul (Priemer) und Christian Karl (Kunze) steuerten je einen Zähler bei. Uli Remler, der nach seiner Schulter-OP erstmals wieder mitwirkte, agierte noch etwas vorsichtig und schrammte knapp an einem Sieg vorbei. Das Oberhaus konnte erstmals in der Saison nichts beitragen. Falko Graul musste sich Klemm und Stubbe im Entscheidungssatz beugen, Daniel Morawe blieb ohne Satzgewinn.

Punkte für Borsdorf:
F.Graul (0,5); D.Morawe (0);
U.Remler (0); D.Graul (1);
M.Wandel (2); C.Karl (1,5)

Rückblick Saison 2011/2012

Fünf Jahre nach dem Abstieg aus der 1.Bezirksliga gelingt dem SV Borsdorf der Wiederaufstieg in die höchste Ebene des Bezirkes. Der Spitzensechser der Muldentaler spielte in den Vorjahren stets vorn mit, musste sich aber dreimal mit Rang 2 und einmal mit Rang 4 zufrieden geben. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass selbst aus anderen Vereinen zu hören ist „es war an der Zeit“.

Nach der Hinrunde lag Borsdorfs Erste gleichauf mit Delitzsch, musste aber fast die komplette Rückrunde den Ausfall von Uli Remler kompensieren. Dabei entkam man dreimal denkbar knapp einem Punktverlust. Gegen Leutzsch 6, Großpösna 2 und Borna siegte man jeweils 9:6 und hätte in keinem der drei Spiele den Weg über das Entscheidungsdoppel gehen wollen. In den übrigen Rückrundenpartien ließ Borsdorfs 1.Herren den Gegnern keine Chance und gab in fünf Punktspielen zusammen nur ein Doppel und fünf Einzel ab.

Mit 43:12 waren die Borsdorfer in den Doppeln klar die beste Mannschaft der Liga. Grundlage dafür waren die eingespielten Paarungen D.Graul/M.Wandel (12:6) und F.Graul/C.Karl (17:2). Letztere erspielten nicht nur ihre erste positive Saisonbilanz, sondern katapultierten sich direkt auf Platz 2 der Doppelrangliste. Ergänzt wurde die gute Statistik durch Daniel Morawe, der im Doppel 3 mit sechs verschiedenen Ersatzspielern ungeschlagen blieb.

Auch in den Einzelstatistiken sind alle sechs Akteure in den vorderen Rängen zu finden, womit das Prädikat „geschlossene Mannschaftsleistung“ auf Borsdorfs 1.Herren voll und ganz zutrifft. Falko Graul blieb als erster Borsdorfer im Oberhaus eine komplette Serie ungeschlagen (Hinrunde 17:0). Am Ende belegt er mit 29:6 Punkten Rang 3 der Einzelauswertung. Daniel Morawe erspielte an Position 2 eine positive Bilanz (16:11). Noch wichtiger fürs Team war allerdings seine ständige Anwesenheit in der Rückrunde, die man aufgrund seiner Wochenenddienste nicht voraussetzen konnte. Uli Remler rückte dank guter Hinrundenergebnisse von Brett 4 an 3 vor, konnte die gute Bilanz aufgrund seiner Verletzung aber leider nicht ausbauen (15:7). Dietmar Graul zeigte auch mit 68 Jahren keine Rückschritte. Im Gegenteil, mit 23:5 erzielte er die beste Bilanz im Mittelkreuz. Inklusive seiner Einsätze im Oberhaus kam er auf 26:10. Mario Wandel rückte öfter in die Mitte auf, als er im Unterhaus spielte. Dadurch steht er zwar in keiner Paarkreuzstatistik ganz oben, hat mit 30:6 aber das quantitativ beste Spielverhältnis des Teams. Christian Karl sorgte in Borsdorfs erster Garde für den entscheidenden Unterschied zur den Vorjahren. Nachdem er bisher nur ausgeglichene Bilanzen schaffte, entwickelte er sich in dieser Saison zum besten Mann des unteren Paarkreuzes (26:10).

Für die kommende Spielzeit in der 1.Bezirksliga kann das Ziel nur der Klassenerhalt sein. Dies wird doppelt schwer werden, da aufgrund von Umstrukturierungen auf Verbandsebene bis zu vier Mannschaften aus der 1.Bezirksliga absteigen können.

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